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 Zu Beginn:

Die Medien machen Druck, indem sie dir jeden Tag erzählen, was Du alles falsch machst. Wenn Du nicht mindestens 50 Stunden in der Woche arbeitest, gefährdest Du unser Sozialsystem und die Renten und überhaupt die ganze Nation. Wenn Du nicht täglich joggen gehst, sondern dauernd Transfettsäuren zu Dir nimmst, wirst Du dick und krank und blöd. Dein herkömmliches Waschmittel wäscht Dir die Farben aus den Klamotten, Deine Zähne sind nicht weiß genug, Dein Handy hat nicht mal Bluetooth, und Deine Werte sind von vorgestern.

 BITTE BLEIBT NICHT BLIND!!!!

 

 

Nicht nur Frauen müssen drunter leiden!!!

Männerkörper werden in der Werbung wichtiger, meist zeugen präsentierte Muskeln aber von einem Medikamenten-Missbrauch


Der Fototermin am Strand war gut gelaufen. Die drei Models, allesamt muskulöse Männer, hatten ihre Körper professionell präsentiert; der Kunde, ein Unterwäsche-Hersteller, würde zufrieden sein. Doch die gute Laune erhält einen Dämpfer, als sich den Models zwei Männer in den Weg stellen und um eine Urinprobe bitten: Die Fotomodelle sollen sich einem Dopingtest unterziehen, wie er sonst bei Spitzensportlern üblich ist.


Szenen wie diese sind wohl bestenfalls Zukunftsmusik. Doch wenn eine Gruppe um den US-Psychiater Harrison Pope recht hat, dann wären solche Stichproben bei einigen Werbemodels und Schauspielern ebenso aufschlussreich wie bei Profi-Sportlern. Der Arzt von der Harvard Medical School in Boston ist überzeugt, dass viele muskulöse Männerkörper, die in Filmen, der Werbung und Hochglanz-Magazinen präsentiert werden, ein Produkt von Spritzen und Pillen sind. „Es wird Zeit, dass wir das männliche Schönheitsideal als Trugbild entlarven“, fordert Pope.


Warum der Arzt das für nötig hält, schildert er zusammen mit seinen Kollegen Katherine Phillips und Roberto Olivardia in dem Buch „The Adonis Complex“. Adonis, halb Gott, halb Mensch, ist in der griechischen Mythologie das Sinnbild für den schönen Mann. Heute würde er es wohl kaum noch auf das Titelbild von Zeitschriften wie „Men´s Health“ schaffen, wie man sich an alten griechischen Statuen leicht überzeugen kann. Denn in den letzten Jahren ist der Waschbrettbauch zum Symbol für Fitness und Gesundheit geworden, für sozialen, beruflichen und sexuellen Erfolg.


Wenig attraktiv bei Frauen


Die Körperbild-Industrie versucht jedenfalls, den Trend zum schlanken und muskulösen Mann kommerziell auszuschlachten – mit Tricks, die bei Frauen seit Jahrzehnten funktionieren: Man schaffe ein unerreichbares Ideal und verkaufe die vermeintlichen Hilfsmittel, die den Weg zum Erfolg ebnen sollen. Bei Männern reicht das Spektrum dann von Rasierwasser, Diät- und Fitness-Programmen bis zu Kleidung, Autos und Zigaretten, Haarwuchsmitteln und Viagra.


Mangweth und Pope machen die Wahl ihrer männlichen Probanden Sorgen. Der Traumkörper liege nämlich weit über der Grenze dessen, was allein mit Training und Sporternährung hinzubekommen ist. Denn die Männer wollten nicht nur mehr Muskeln, sondern gleichzeitig weniger Fett. Pope hat bereits in früheren Untersuchungen festgestellt, dass selbst unter gut trainierten Männern nur wenige solche Muskel-Fett-Proportionen aufweisen, wie sie dem Schönheitsideal der Werbung entsprechen. Bodybuilder hingegen, die sich zur Einnahme von Anabolika bekannten, wiesen häufig diese Proportionen auf. „Die Körper, die wir auf Heftcovern wie Men´s Health als Schönheitsideal präsentiert bekommen, sind weit entfernt von dem, was ein normaler Mann ohne Medikamentenmissbrauch erreichen kann“, sagt Pope.


Arnold im Kindergarten


Die Folgen der Diskrepanz zwischen Ideal und Machbarem ähnelt dem, was auch Frauen vor einigen Jahren erlebten: Pope beobachtet, dass die Zahl der Männer zunimmt, deren Gedanken stundenlang um die vermeintlichen Mängel ihres Körpers kreisen. Verstärkt wird das noch, weil es für Männer tabu ist, darüber zu reden. „Selbst ihre Frauen wissen nichts von den Problemen“, sagt Mangweth.


Einige von jenen, die versuchen, so schön zu sein wie die Muskel-Männer aus der Werbung, landen rasch bei Anabolika, glaubt Pope. Erste Zahlen scheinen dies zu bestätigen. Denn obwohl Statistiken über den Missbrauch unzuverlässig sind, gibt in den USA jeder fünfte Student

 

 

 




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